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Gesagt....getan....wir waren wieder bei Frau W. im Seniorenwohnheim:

ich hab wieder lecker Kekse gekriegt....


...und Frau W. hat sich sichtlich gefreut!!

Das sieht nur so aus...ich hab ihr keine Finger abgebissen, ehrlich!! Ganz vorsichtig hab ich meine Kekse aus den verkrampften Fingern geknibbelt!

Frauchen will Tamaras Sommerferien unter anderem auch für weitere Besuche  bei Frau W. im Seniorenwohnheim nutzen, klar, dass Tamara mit dabei ist.....und heute begleitete uns sogar noch die Oma. Zuerst besuchten wir Frau W. in ihrer Wohnung (da kassierte ich zuerst mal ein paar Superleckerchen ab). Frau W. war sichtlich überrascht von sooo viel Besuch!! Erst von der linken Bettseite, dann von rechts und wieder von links liess ich mir die Kekse geben, gar nicht so einfach, da sich Frau W. wegen ihren Spastikanfällen schlecht bewegen kann. Für mich hat sie sich angestrengt und gab sich richtig Mühe......nächste Woche gehen wir bestimmt wieder zu ihr, da wird sie sich freuen!! Im Cafe´trafen wir dann noch einige nette alte Damen bei Kaffee und Kuchen.  

zur THERAPIEHUND-AUSBILDUNG gehört auch THEORIE (nur für Frauchen!!): eine dicke, fette Doppelstunde THEORIE stand an. Frauchen weiss ja noch einiges aus REXI`s Zeiten, mittlerweile ist aber auch viel Neues dazugekommen und einige Sachen wurden ausführlicher behandelt. Es ging um die Rollstuhletikette, Zoonosen, verschiedene Krankheitsbilder, das Verhalten des TH-Teams in versch. Institutionen, Stressanzeichen beim Hund und, und...und noch ne ganze Menge mehr! Zum Glück war ich da nicht dabei, ich glaub`mein Kopf wäre explodiert. Diese Suppe soll nur Frauchen auslöffeln! Ohne Fleiss kein Preiss! 

Kurz entschlossen besuchte ich heute Frau W. im Seniorenwohnheim. Ihr geht es nicht gut und sie kann wegen ihren häufigen Spastikanfällen kaum mehr längere Zeit im Rollstuhl sitzen...so besuchte ich sie in ihrer Wohnung:

ganz vorsichtig und behutsam nahm ich meine Lieblingskekse aus ihren verkrampften Fingern...später brachte ihr Frauchen dann noch einen Milchkaffee ans Bett

Ein bischen Abwechslung und Unterhaltung tut Frau W. soooo gut. Sie lachte herzhaft und fragte bei unserer Verabschiedung: Ihr kommt doch wieder mal vorbei?? 

Heute war PRAXIS pur angesagt: die Trainingseinheit für den therapeutischen Begleiter fand im Seniorenwohnheim statt...ja richtig, genau in dem Heim, in dem ich schon von klein auf mit Frauchen trainiere!! Und es hat sich ausgezahlt! In den Kellergängen ging es ins Eingemachte: kontrollierte Vereinsamung, Begegnung mit Heimbewohner (gespielt von meiner Tamara), intensiver Umgang mit Rollator, Bedrängung, ungewöhnliche optische und akustische Reize (mit Bedrohung), ruhiges, kontrolliertes Verhalten bei Streichel - und Leckerchengabe und körperlicher Kontakt mit dem Patienten oder Heimbewohner wurden geübt und verfeinert. Na, das eine oder andere ist bestimmt noch wiederholungswürdig....aber so wird es schon nicht langweilig!! Klar, sind wir auch zu zweit und zu dritt im Aufzug gefahren (mit Teebo an meiner Seite überhaupt kein Problem) und das Treppenhaus hielt auch einige Überraschungen parat. Während die eine Gruppe im Keller und in den Gängen geübt hat, befand sich die andere Gruppe gemütlich im Wintergarten des Cafe´s und paukte THEORIE. Auch da gibt es noch einiges aufzuarbeiten!!

die Pause im Wintergarten tut richtig gut!!


der eine oder andere war schon ziemlich platt nach den anstrengenden Übungen...


...nur Teebo kann immer noch lachen...


Ronja?? geht`s noch?? ...du guckst schon so komisch, ach nein, das ist der Blitz von der Knipse


die beiden sind aber auch ganz schön fertig!!


...und Nelly merkt man kaum unterm Tisch!

Auf einigen Fotos seht ihr, dass wir Halstücher anhaben. Das hat einen guten Grund. Einmal davon abgesehen, dass es super-schick aussieht, ist das Halstuch das Erkennungszeichen für uns Hunde, dass es nun "in den Einsatz" geht, also warum nicht auch schon im Training tragen? Man könnte aber auch genauso gut ein besonderes Halsband oder ein Geschirr nehmen. Wir haben uns allerdings auf die Halstücher geeinigt!



Fast HALBZEIT des THERAPIEHUNDE-Kurses und dieses Mal waren Sagas und Jonte wieder mit dabei...nun kann ich sie euch vorstellen:

Philine und Jonte, ein gut eingespieltes, harmonisches Gespann!!


brav warten Sagas und ich, bis wir an die Reihe kommen...


...da hinten wars aber auch recht spannend  (Passanten  rennen mit Giesskannen, Schaufeln und anderen Gartengeräten herum)


Heute liess sich unsere Trainerin etwas besonderes einfallen: Leckerchen suchen...

Das kam mir - und den anderen - wie gerufen!! Unter verschiedenen Hütchen wurden die Leckereien versteckt, aber erst auf BEFEHL durften wir durchstarten...

...und es ist jedem prächtigst gelungen!!

Dann gab es noch jede Menge anderer SPIELCHEN mit Schwungtuch, zu ignorierender Futterschüssel, Geistern, Krücken, Streichel- und Bürsteinheiten immer verbunden mit gesittetem Grundgehorsam und zum Abschluss konnte noch jeder meiner Kollegen und ich ein getrocknetes Pansenstück aus einem Karton (gefüllt mit zerknülltem Papierfetzen) ergattern....und der Tag war gerettet (hi-hi)!! 

Sorry, die Vampiraugen von meiner Freundin Ronja und mir liessen sich leider nicht vermeiden...vielleicht braucht Frauchens Knipse mal ne Runderneuerung, wer weiss das schon? Beim heutigen Besuch im Seniorenwohnheim habe ich Unterstützung bekommen: Ronja und Frauchen Helga waren neugierig, was man überhaupt im Seniorenwohnheim macht?? Was wohl?? Ist doch klar: wir sorgen für Unterhaltung und Abwechslung. Frau W. hat sich jedenfalls gefreut, als heute 2 Hunde an ihr Bett kamen. Sie kann kaum länger als zwei Stunden im Rollstuhl sitzen und so sind wir eben mit dem superengen Aufzug in den 2. Stock gefahren und haben Frau W. in ihrer Wohnung besucht!! Für Ronja und mich überhaupt kein Problem, obwohl es doch ungewöhnliche Gerüche gab und geheimnisvolle Geräte herumstanden: Ein Hebelift, ein Toilettenstuhl, Frau W.`s Rollstuhl und das Pflegebett hatte rechts und links Gitter, dass Frau W. nicht herausfallen kann. Anständig haben wir die Leckerle in Empfang genommen und alles genaustens untersucht. Echt easy!!! Dann war im Cafe´Erholung angesagt.

wohlverdiente Pause und flüssige Erfrischung nach getaner Arbeit. Wir waren im kühlen Keller zum ÜBEN!!


kann ich nicht gaaanz lieb gucken??


DANKE Petra (Petra ist die Heimleitung und eine Freundin von Frauchen)...dass ich/wir immer zum Üben kommen dürfen, das ist nicht selbstverständlich!!

Tschüüüüüüüüüüüüüüüüüüsss ...bis nächstes Mal!!

   

Nun wird es aber wirklich mal Zeit, dass ich euch meine Kollegen/Kolleginnen vorstelle. Zusammen mit Ronja, Teebo, Nelly, Jonte, Deva, Sagas und Whiro üben wir was das Zeug hält. Heute waren wir mit dem Bus unterwegs und ab in die Fussgängerzone, Treppen hoch und runter, Aufzug rein und raus, kombiniert mit Gehorsamsübungen unter Extrem-Ablenkung, Vereinsamung, Slalom und Kneipp-Kur an der Seepromenade. Alles seeeehr gesittet, natürlich!! Sagas und Jonte waren heute leider verhindert, aber nächstes Mal sind sie bestimmt wieder dabei.

sammeln auf dem Parkplatz...

Helga + Ronja        Simone + Teebo          Deva                und ich

Da Frauchen ja hinter der Knipse stand, ist Barbara neben mir gestanden (Deva`s Frauchen). Der gar nicht gefährliche Herr mit Hut ist Deva`s Herrchen.

die süsse Nelly mit Frauchen Sabine...


Susanne und Whiro...Susanne trainiert uns mit viel Feingefühl für jeden Einzelnen


im Schatten warten wir auf den Bus...Whiro hinten, Teebo und Ronja


ich hatte 4 Sitze für mich allein...KLASSE!!


in der Fussgängerzone ist viel los...ausserdem war auch noch Wochenmarkt und HINZ und KUNZ war unterwegs


Gruppenbild am Narrenbrunnen...ja, ja, einer muss ja immer auf die Seite gucken..

...und rechts hinten hat sich noch unsere zweite Trainerin mit ihrem jungen Labirüden dazugesellt.

in der Einkaufspassage  wurde es spannend: alle lagen im PLATZ auf Glasscheiben...


Kane - Nelly - Deva - Ronja und Teebo...alle vorbildlich im Gehorsam  

Wir sind wirklich ein sehr harmonisches Grüppchen und verstehen uns alle prächtig. So macht Training SPASS!!!

Eine weitere Therapiehunde-Trainingseinheit liegt hinter mir: dieses Mal ging es um den Grundgehorsam SITZ-BLEIB und PLATZ-BLEIB (auch auf ungewöhnlichem Untergrund), Übungen zu ungewöhnlichen optischen und akustischen Reizen und die Gewöhnung an Rollstuhl, Rollator, Gehbock und Krücken! Und das BESTE: meine Tamara war mitten drin und mit dabei. Also nicht wirklich eine Herrausforderung für mich! Aber ich bin ja nicht oberflächlich.

Zwei Tage später wurden diese Übungen gleich gefestigt und verfeinert! Frauchen schleppte mich wieder ins Seniorenwohnheim und im kühlen Keller - zwischen hometrainer, Aufzug und Waschmaschinen hiess es wieder: PLATZ-BLEIB......und das 10 Minuten am Stück......Frauchen nennt das "zuverlässiges Abliegen"....na-ja, wenn sie meint!! Draussen gab es dann auch noch einiges zu gucken: eine süüüüüüüsssse Entenfamilie:

viele Entenkinder in braun, weiss und gelb...


die hatten nicht mal Angst vor mir...warum auch?? Ich tu doch eh keinem was!!

Heute mal was anderes - NEIN, kein Übungseinsatz....heute berichten MAXI und ROCCO von ihrer Arbeit. Die beiden Labradore - Mutter und Sohn -erzählen aus ihrem Alltag. Jetzt kommt erst mal MAXI zu Gebell:

MAXI und Joel - Joel wohnt mit meiner Tamara auf der gleichen Wohngruppe für junge Erwachsene...

WUFF - Ein Therapiehund packt aus

Ich bin MAXI! Ich gehöre zur Klasse 010 der Haslachmühle, der Heimsonderschule für Menschen mit Hör-Sprachbehinderung und zusätzlicher geistiger Behinderung. Genauer genommen gehöre ich zu meinem Herrchen, Marc Hoher, und der unterrichtet fünf total nette Jungs der Oberstufe.

Gerade hat mich die Stimme meines Chefs aus dem Frühstücks-Verdauungs-Nickerchen gerissen. "MAXI komm", hat er von der Mitte des Klassenzimmers aus gerufen und sich mit seiner rechten Hand zum Boden gebeugt. Schnurstracks bin ich aus meinem Korb in der Ecke gehüpft und zu ihm gelaufen. Ich war mir todsicher, daß er zwischen Daumen und Zeigefinger was zum Knabbern hält. Ich bin nämlich auf meinen Fresstrieb konditioniert. Das heisst, dass ich Befehle tausend Mal lieber ausführe, wenn ich mit Essen gelockt und belohnt werde. Schön veräppelt hat mich der Marc dieses Mal. Drei Meter umsonst. Nix zum Futtern. Er wollte den Schülern demonstrieren, wie sie nachher mit mir arbeiten sollen. Trotzdem hab ich Lob erhalten, weil ich reagiert habe, mein Boss hat ausgiebig auf mein wunderschönes, schwarzes Labrador-Fell geklopft.

Also wieder zurück in die Kiste und den Kopf auf die Vorderpfoten. Ein Auge zu, ein Auge auf. Immer schön wachsam bleiben und gucken, was im Zimmer zwischen Schülern und Lehrer passiert. Die besprechen heute mit Gebärden und Lautsprache was total Aufregendes. Das höre ich nicht nur, das merke ich auch an ihren Körperhaltungen. Irgendwie sind die angespannter als sonst. Da muss ich doch mal kurz in meinen neongrünen Ball beissen. Oder doch lieber in den Holzstab, der mit in meiner Kiste liegt?

Ihr wollt wissen, was ich hier in der Schule mache? Wuff! Das erzähle ich gerne: Vor über vier Jahren, als ich gerade 14 Wochen alt war, bin ich zu Marc gekommen. Seither bin ich THERAPIEBEGLEITHUND und unterstütze und entlaste mein Herrchen in seinem pädagogischen Tun. "Tiergestützte Unterrichtsarbeit" nennt sich das.

Manche Schüler kuscheln richtig gerne mit mir. Kann ich gut verstehen, ich bin ja auch zum Knuddeln. Mein Fell ist weich und ich liebe Kinder über alles. Ausserdem bewerte ich Niemanden und abgesehen davon, dass ich nach Fürsorge, Liebe und Pflichtbewusstsein verlange, fordere ich auch nichts. Wenn ein Schüler mit mir kuschelt, kann es sein, dass er danach lange nicht  mehr so viel Stress mit seinen Lehrern hat. Marc nennt das dann: "Der Junge ist an seine emotionalen Wurzeln zurückgekehrt". So ganz kapiere ich das ja nicht. Aber dass Kuscheln der Seele gut tut, das ist für mich so klar wie Hundespucke.

Natürlich geht`s nicht nur um Kuscheln. Mein ganzes Leben wird in die Unterrichtsstunden mit eingebaut - in Deutsch, Werken oder Rechnen. sogar meine Schwangerschaft im vergangenen Jahr! Hund, war das der Knochen! Mit selbstgeschriebenen Texten, Fotos und Symbolbildern haben die Schüler in der Mühlezeitung veröffentlicht, was passieren kann, wenn eine Hundedame wie ich einen Freund hat. Und zuvor haben die in Mathe auch noch einen Läufigkeitsplan für mich errechnet, damit ja alles mit dem Nachwuchs klappt. Aber das Allerhundischste war das internationale Unified Volleyball-Turnier in Wilhelmsdorf. Welpe, Welpe ein riesiges Zirkuszelt für 600 Menschen stand neben der Schule. Und mein Sohn ROCCO und ich mittendrin - wir durften eine Zirkusnummer aufführen! Dabei erteilten uns die Jungs der Klasse 010 mit Gebärden-und Zeichensprache Befehle.

Sekunde - ich muss gerade mal über den Kistenrand schauen, dort draussen passiert wieder was. Hei, jetzt wird`s spannend!Nun kommt Teil 3 der heutigen Unterrichtseinheit. Doch dazu muss ich noch kurz was bellen: Ab und zu düsen wir alle zusammen in den Wald. Wenn`s dann gerade passt, wird spontan ein Parcours mit Fallholz aufgebaut, den wir gemeinsam meistern müssen. Dazu müssen die Schüler uns Hunden Befehle erteilen. Und genau diese Befehle haben die Schüler und Marc vorhin gesammelt. Im Kreis sind sie gesessen und jeder durfte etws vorschlagen, so wie er konnte: mit Stimme, mit Gebärden, mit Körpersprache.

Hundisch, ich hätte schwören können, dass wir jetzt alle in den Flur übersiedeln. Stattdessen setzt sich mein ganzes Rudel im Halbkreis um den PC herum. Was machen die denn? Ach so, Gebärdenfotos für den Parcours heraussuchen. Klar, die brauchen wir, um nachher draußen auf dem Flur zu üben: JUHUUUUUUU, Bewegung!! Aber Gebärdenfotos raussuchen, das dauert. Wenn ich das als Hund richtig verstehe, geht`s dabei immer um knochigen Unterricht. Gähn. Da fällt mir ein, dass ich schon wieder Hunger habe. Schnupper-schnupper - nix Fressbares in Sicht - blöde Diät, wer hat so was bloß erfunden?! Besser, ich lenke mich ab und blinzle mal auf den Monitor, vor dem alle sitzen: Oh, eine Blondine! - sie zeigt mit dem Zeigefinger nach unten.... soll das etwa der Befehl "Platz" sein, den ROCCO und ich nachher ausführen sollen? Na Jungs, damit wir das wirklich machen, muss in der Praxis aber noch ein bisschen mehr rüberwachsen als diese Gebärde. Aber gut, warten wir mal ab.

Rüüüüüüüüüüüüde, wird`s mir langweilig! Aber ich bin mir hundischprozentig sicher, dass es gleich raus auf den Flur geht. Freu mich voll drauf: Lehrerin spielen und mit den Schülern Befehle ausführen üben. Da passiert immer ganz schön viel an Kommunikation. Denn die Schüler müssen sich beim Befehle erteilen wirklich genau ausdrücken, damit ich sie verstehe und gehorchen kann. Und wenn wir dann fertig sind, dann folgt Vergnügen pur: Draußen in der Natur mit meinem ROCCO und den Jungs zwanzig Minuten springen, tollen, toben und ganz Hund sein. Das wird super! Wuff!! 


Wieder einmal war TRAINING angesagt:

hier riechts aber komisch....sooo rein!!!


der Wäscheraum ist schon ein bischen unheimlich...die Laken sehen aus wie Gespenster und die Waschmaschinen haben riiisige Augen, das kann mir aber nichts anhaben!!

Ich war im Wäscheraum der Seniorenwohnanlage zwischen Waschmaschinen, Trocknern und aufgehängten Laken, in den hallenden Kellergängen spielte Frauchen mit mir "Leckerchen suchen" und "Hasch den Besen", in der Tiefgarage war Grundgehorsam an der Tagesordnung, klar - sind wir auch wieder Lift gefahren.....Treppen hoch und runter und die Gänge hin und her mit SITZ-BLEIB und PLATZ-BLEIB. Am Ende unserer Übungen habe ich mich auch noch mit dem Altglas beschäftigt. Die leeren Flaschen und Gläser waren in einem Karton deponiert und Frauchen kickte die Schachtel einfach über den Fliesenboden...das war vielleicht ein GESCHEPPER!! Dann leistete ich Frau W. im Cafe´ noch Gesellschaft. Ihre Spastik und abnehmende Mobilität beeinträchtigen sie doch sehr.

17.Mai - es fiel Frau W. nicht leicht....aber extra für mich hat sie sich angestrengt und mir die Leckerchen gereicht...und ich nahm sie ganz zärtlich aus ihrer verkrampften Hand! 

Anfang Mai fängt unsere Ausbildung zum THERAPIEHUNDE-TEAM an, da kommt viel Neues und auch Ungewohntes auf mich zu,... das werden wir schon irgendwie hinbekommen, Frauchen ist zuversichtlich!!

Heute war ich wieder mal im Seniorenwohnheim. Die MS-Patientin, die wir immer besuchen hat in der letzten Zeit schwer abgebaut. Sie hat einen neuen grösseren und bequemeren Rollstuhl bekommen. Trotz ihrem schlechten Allgemeinzustand freut sie sich, wenn ich mit Frauchen vorbeikomme...

während ich eigentlich nur Unfug im Sinn habe, freut sich Frau W. an meinen Spässen...


...ein bischen GEHORSAM muss auch sein - hier eine SITZ-BLEIB-Übung in der gemütlichen Leseecke

Meine Tamara und ich.....wir sind schon ein tolles Gespann.....wir verstehen uns ausgezeichnet und bei einem Frühlings-Waldspaziergang und anschliessenden provisorischen Mini-Picknick machts doppelt Spass:

bei diesem Wetterchen - ja, da kann man ja nur straaahlen!!


erst eine kleine Übungsfährte, dann toben und spielen und zuletzt eine kleine Stärkung bei einem improvisierten Picknick

 

...die Badesaison ist eröffnet...

Frauchen war zuerst mit mir am Bodensee, eine Runde schwimmen.... na ja, nicht wirklich, ich geh ja nur bis zum Bauch ins Wasser - aber es hat Spass gemacht!!

Nachmittags waren wir wieder im Seniorenwohnheim. Die MS-Patientin, die wir sonst besuchen, ist krank und fühlte sich nicht so wohl, also nutzten wir die Zeit, um andere Sachen zu üben. Wir waren im Aufzug...rauf und runter und wieder rauf...das kann ich doch schon längst! In den dunklen Kellergängen und im Wäscheraum...Sitz-Platz - Bleib...wie langweilig! Und dann die pure Konzentration: Langsames FUSS-LAUFEN an kurzer lockerer Leine quer durch den Ort...am Spielplatz vorbei...über die Kreuzung mit der piepsenden Ampelanlage...an kläffenden anderen Hunden vorbei, Radfahrer düsten mir fast in die Beine...knatternde Rasenmäher und Motorsägen, alle werkeln in den Gärten herum....und ich muss brav an der Leine laufen. Was für ein Leben!! Nach fast 1 Stunde Extremkonzentration hat Frauchen endlich Bällchen mit mir gespielt - gesittet natürlich auf einem grossen Parkplatz....nebenan die Grundschule mit schreienden Kindern.  ICH BERICHTE WEITER.............. 

 

Ich habe wahrlich Grund zum Lachen: erst die tolle Frühlingssonne und dann begleitete ich heute Nachmittag unsere Nachbarsfrau mit Enkeltochter Celine. Zuerst gingen wir - mit Celine am anderen Ende meiner Leine - zum Spielplatz, ....eigentlich dürfen da Hunde gar nicht mit, aber für das Foto haben wir eine Ausnahme gemacht.

mit Celine bin ich auf diesem komischen Wackelbrett (Wippe) gelandet und Celine hatte einen Riesenspass, mich an der Leine spazierenzuführen...

wer strahlt heute mehr?? ich oder die Frühlingssonne??


Am 13. März 2010 habe ich mit Frauchen am Eignungstest zum Therapiehunde-Team teilgenommen. Wir werden den kommenden Ausbildungskurs auszugsweise mittrainieren und uns den neuen Aufgaben stellen.....komme, was da wolle!!

nun bin ich offizieller Therapiehund-Azubi...und mit Frauchen geh ich durch "dick + dünn"

 

Insider wissen es schon lange: seit ich bei meiner Familie eingezogen bin, soll ich nicht nur Familienhovi sein, sondern für meine Tamara auch ein therapeutischer Begleiter.... von klein auf bereitet mich meine Familie darauf vor: nicht nur Hörzeichen, sondern auch Sichtzeichen musste ich lernen, immer nett und freundlich sein und Alltagstauglichkeit steht auf dem Stundenplan. Manchmal steht mir mein überschäumendes Temperament noch im Weg, aber auch hier werde ich von Tag zu Tag besser.....



Therapiehunde sind Hunde, welche zusammen mit ihren Besitzern auf freiwilliger, unbezahlter Basis regelmässig soziale Dienstleistungen erbringen. Der Therapiehund wird zusammen mit seinem Halter ausgebildet und verrichtet seinen Dienst unter dessen Anleitung.

Ein ausgebildetes, geprüftes Therapiehunde-Team macht seine Besuche nach Absprache in einer sozialen, medizinischen oder pädagogischen Institution. Speziell geschulte Teams können auch zur direkten Mitarbeit mit Ergo-, Physio-, Sprachtherapeuten, Ärzten und Psychiatern eingesetzt werden.

Das Team aus Therapiehund und Begleiter (in meinem Fall also ich mit Frauchen) absolvieren ein Spezialtraining, an dessen Ende zwei praktische Prüfungen (eine Basis- und eine Fähigkeitsprüfung) sowie eine theoretische Prüfung (nur für Frauchen) stehen.

Meine Ausbildung erfolgt bei der INTERESSENGEMEINSCHAFT THERAPIEHUNDE -IGTH- die sich die Förderung der tiergestützten Therapie mit Hunden zum Ziel setzt. Die IGTH orientiert sich bei der Verfolgung ihres Zweckes an den inhaltlichen Vorgaben des VTHS (Verein Therapiehunde Schweiz)